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Achtsamkeit in der Smart City - Workshop mit der Uni Paderborn


Jonas Ludwig

6 Minuten

Unter Studierenden ist es ein häufiges Problem: Das Studium ist viel zu theoretisch, die Praxiserfahrung fehlt. Solch einen praktischen Einblick in die Bereiche Produktentwicklung und Projektmanagement wollten wir einer Gruppe von sieben interdisziplinären Studierenden der Universität Paderborn ermöglichen. Daher haben wir einen Workshop zum Thema "Ein Platz für Ruhe und Achtsamkeit in der Smart City" veranstaltet. Mit dabei waren beispielsweise Studierenden aus den Fachbereichen Informatik, Maschinenbau, International Business Studies und Medienwissenschaften. Über den Career Service der UPB konnten sich Studierende anmelden um anschließend gemeinsam in unserem Feelgood Workspace ihre Produktideen zu entwerfen. Im Zuge dieses durch Fabian, Marie und Jonas moderierten Workshops entwickelten die Studierenden innerhalb von drei Tagen zwei verschiedene Produktideen, welche sie in einem abschließenden Pitch vorstellen.

1. Workshoptag - Die Produktidee

Am Montagmorgen sind wir mit einer Vorstellungsrunde sowie ein paar Auflockerungsspielen in den Workshop gestartet. So konnten wir uns gegenseitig ein wenig kennenlernen, bevor die kommenden drei Tage zusammen gearbeitet wurde. Nach der Einteilung in zwei Gruppen begannen wir mit einem theoretischen Abschnitt. Schließlich wollten wir den Studierenden vor dem Start in die Ideenfindung noch ein paar Grundlagen, Tipps und Erfahrungen zu den Themen agiles Projektmanagement, Smart City und Brainstorming mit auf den Weg geben. Das Ziel war es, dass am Ende des Tages zwei Skizzen zu innovativen Produktideen in der Smart City vorliegen. Wir waren bereits sehr gespannt, welche Produktideen sich im Laufe des Tages entwickeln würden. Mit großer Begeisterung und Kreativität brachten die Studierenden schnell erste Ideen hervor. Rund um das Thema Ruhe und Achtsamkeit in der Stadt formierten sich kontinuierlich zwei grundlegend verschiedene Ansätze. Diese zielten darauf ab, diverse Probleme mit Stress, Lautstärke und Rastlosigkeit in einer Stadt durch digitale Produkte lösen zu können.

Die Produktideen der beiden Gruppen, in Kürze vorgestellt:

Eintauchen in entlegene Welten, inmitten einer hektischen Stadt? Machbar mit der Produktidee "Green Room" unserer ersten Gruppe! Diese beschreibt einen Raum, welcher mitten in der Stadt installiert wird und rundum mit hochwertigen Bildschirmen und Lautsprechern ausgestattet ist. Dank Schallisolierung bleibt lästiger Stadtlärm draußen, während man wahlweise in eine Unterwasserwelt, den Urwald oder in eine verschneite Landschaft visuell eintauchen kann. Hier kann man nun z. B. eine Stunde lang verbleiben und sich auf einem Liegestuhl entspannen.

Entspannen und gleichzeitig die Stadt verbessern? Möglich mit der "Data Island", die Produktidee der zweiten Gruppe. Das Konzept umfasst eine größere Fläche innerhalb der Stadt, welche mit Bäumen bepflanzt und mit Hängematten ausgestattet wird. Schallschluckende Mauern schirmen Geräusche der Stadt und zwischen den Hängematten ab. Während eine Person in der Hängematte liegt und entspannt, nimmt sie an einer Umfrage teil und es werden ihr entsprechende Fragen vorgelesen. Beispielweise kann die Stadt Paderborn hier Fragen stellen und sich Feedback von Bürger:innen einholen. Beispielfragen lauten "Wie häufig haben Sie Libori dieses Jahr besucht?", "Waren Sie zufrieden mit dem Sicherheitskonzept?", "Was können wir nächstes Jahr verbessern?".

Anschließend begannen die Studierende, ihre Produktideen auf Plakaten zu visualisieren, woraus eine Mischung aus einem Moodboard und selbstgemalten Skizzen entstand. Zum Abschluss des ersten Workshoptages waren alle sehr erschöpft aber zufrieden mit den skizzierten Produktideen. Viel positives Feedback zur Workshopgestaltung erhielten wir durch eine kurze Retro mit dem Titel "Start-Stop-Continue", nach welcher es schließlich für heute in den Feierabend ging.

2. Workshoptag - User Research & Marketing

Der zweite Workshoptag begann wieder mit einem theoretischen Block zu einer Einführung in das Thema Wettbewerbsanalyse. Hier beschäftigten sich die Studierenden mit Fragen wie "Was für Produkte entwickelt und vertreiben Mitbewerber:innen?" und "Wie grenze ich mich davon ab?".

Im Anschluss starteten wir mit dem nächsten größeren Abschnitt des Tages. Einen essenziellen Schritt während der Produktentwicklung sehen wir in Nutzerforschung bzw. dem User Research. Wiederum nach einem theoretischen Input zu diesem Thema begannen wir, kurze Ad-hoc Befragungen vorzubereiten. Diese Methode bot sich für den Workshop an, da wir anschließend kurze Befragungen in der Paderborner Fußgängerzone durchführen und somit schnell an erste Ergebnisse gelangen konnten. Auf diese Weise konnten die Studierenden ihre Ideen direkt potenziellen Nutzer:innen vorstellen und sich wertvolles Feedback einholen. Dabei zeigte sich, dass die Befragten überzeugt von den beiden Produktideen waren und diese auch nutzen würden. Zusätzlich erhielten die Studierenden auch Verbesserungsvorschläge und weitere Anregungen.

In Kombination mit den Erkentnssen aus den Befragungen wurden potenziellen Zielgruppen für die beiden Produktideen herausgestellt. Dies geschah vor allem innerhalb einer kleinen Session, in welcher die Studierenden drei fiktive Personas für typische Nutzer:innen der beiden Produkte erstellten. Der zweite Workshoptag endete mit dem Thema Marketing. Dies bot die Grundlage, um anschließend jeweils für die Data Island und den Green Room passende Marketingkanäle zu erschließen. Insbesondere Maßnahmen für Onlinemarketing wie z. B. über soziale Netzwerke, aber auch klassische Medien wie Zeitung und Radio kamen für Werbemaßnahmen bei beiden Produkte in Frage.

3. Workshoptag - Produktfinanzierung & Abschließender Pitch

Am Morgen des dritten und letzten Tages standen alle Studis bereits in den Startlöchern, um ihre Produktideen weiter zu verfeinern und sich somit auf den heutigen Pitch vorzubereiten. Doch zunächst folgte noch eine theoretische Session zum Thema Finanzierung. Welche Kosten kommen bei der Produktion, Vermarktung und Betrieb unseres Produktes auf uns zu? Auf welche Weisen kann dies finanziert werden? Auch diese Fragen sollten in der anschließenden Produktpräsentation thematisiert werden.

"Wie halte ich einen guten Pitch?" Einen Impuls zu diesem Thema erhielten die Studierenden von Andreas, einem der beiden Gründer und Geschäftsführer von enpit. Darauf folgte der Startschuss für eine intensive Arbeitsphase, nun wurden endlich die abschließenden Pitches der beiden Gruppen vorbereitet.

Im ersten Pitch wurde die Green Room Produktidee vorgestellt. Alle hörten gespannt zu und machten sich Notizen. Anschließend folgte eine kleine Fragen- und Feedbackrunde. Danach folgt der Data-Island Pitch und auch diese Gruppe bekam im Anschluss Feedback. Beide Gruppen konnten ihre Produktideen überzeugend und mit viel Begeisterung präsentieren. Für die Studierenden war es eine spannende Erfahrung, ihre Arbeits- und Forschungsergebnisse der vergangenen drei Tage innerhalb eines zehnminütigen Pitches vorzustellen.

Zum Abschluss des Workshops starteten wir eine große, allgemeine Feedbackrunde zu den Pitches und auch zu unserem Workshopkonzept. Bei einer "Wertschätzungsdusche" konnten sich die Studierenden gegenseitig Lob aussprechen und überlegen, worauf sie nach den drei Tagen besonders stolz sind. Alle Beteiligten waren sich einig, dass innerhalb der kurzen Zeit zwei sehr innovative Produktideen entwickelt wurden und dass diese Praxiserfahrung mit sehr viel Spaß verbunden war.

Alle Studierenden, welche am Workshop teilnahmen, präsentieren ihre Produktskizzen vor der Ideenwerkstatt

Wir freuen uns sehr auf weitere Workshops und Veranstaltungen, welche wir künfig im Feelgood Workspace anbieten können. Abonniere unseren Newsletter oder folgt enpit auf LinkedIn und Instagram, um auf dem Laufen zu bleiben!

Montag, 19.09.2022

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