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Wie entsteht Innovation? Von der Idee zum fertigen Produkt


Antonia Wetzler

“The three great essentials to achieve anything worthwhile are, first, hard work; second, stick-to-itiveness; third, common sense.”

Thomas A. Edison

 

Das Zitat von Thomas Alva Edison, dem Erfinder der Glühbirne, zeigt einmal mehr, dass Innovation meist nicht etwa durch eine Eingebung, sondern durch harte Arbeit, Hartnäckigkeit und gesunden Menschenverstand entsteht. 

Wenn wir heute an die Entstehung von Innovationen denken, denken wir oft an ein Genie, dem Ideen unter der Dusche nur so zugeflogen kommen. Eine perfekte Eingebung. Die perfekte Geschäftsidee. Doch die Realität sieht anders aus. Wirkliche und sinnvolle Innovation entsteht vielmehr durch gezielte Innovationsprozesse. Heuristiken werden angewendet, um aufgestellte Vermutungen durch gezielte Problemlösungsverfahren zu testen. Gute Experimente sind notwendig, um Hypothesen zu überprüfen. Dabei geht man induktiv und iterativ vor. Ideen können dadurch immer wieder angepasst und verbessert werden. Erst im Verlauf, durch harte Arbeit und gute Experimente, entsteht eine Innovation. Trial and Error. 

 

Was genau aber ist eine Innovation?

Die einfachste Form einer Innovation ist es, etwas anderes zu tun. Nimmt man bereits existierende Teile und ordnet diese neu an, kann Innovation entstehen. Auch wenn man ein bereits bestehendes System verbessert, kann Innovation entstehen. Um innovativ zu sein, muss man das Rad nicht neu erfinden. Eine wirkliche Erfindung entsteht erst dann, wenn wir neue Teile in einem neuen System zusammenfügen. Besonders dann ist Innovation normalerweise zeitintensiv, kostenintensiv und mit einem hohen Risiko verbunden. Reisen wir zurück in das Jahr 2001. Im Februar des Jahres stellte Jon Rubinstein die erste Idee eines iPods vor. Die Musikindustrie war geschwächt, CDs ließen sich zunehmends schwerer verkaufen und der Markt war geprägt von schweren Bedingungen und harten Auflagen beim Thema Kopierschutz. Und trotzdem sagte Steve Jobs zu Jon Rubinstein ‘Go for it!’. Apple investierte nun weniger in Marketing und Produktion und stattdessen umso stärker in Research und Development. Risikoreich. Noch im selben Jahr brachte Apple nicht nur den ersten iPod auf den Markt, sondern schuf ein komplettes plattformbasiertes Ökosystem zu dem auch ein Online-Store gehörte. Apple schaffte es nicht nur eine Innovation zu entwickeln, sondern hatte auch das damit verbundene Potential der Umsetzbarkeit, einer Opportunity, erfasst und schließlich den Markt erobert.  

 

Von der Idee zum fertigen Produkt

Doch wie genau kommt man zu einer guten Innovation und damit auch zu einer guten und umsetzbaren Geschäftsidee? Dazu kann ich nur sagen: Viele Wege führen nach Rom. Das heißt jetzt allerdings nicht, dass man einfach wild drauf los legt. Nein, vielmehr will ich damit sagen, dass es verschiedene Methoden gibt, die man anwenden kann, um sinnvolle und gezielte Konzepte aufzustellen. So gibt es zum Beispiel die Methode Lean-Startup, Design Thinking oder den Design Sprint. Im Kern haben alle eins gemeinsam. Testen. Und zwar messbar.

Das bringt mich zum nächsten und letzten Punkt – dem MVP. Konsumenten wissen oft nicht, was sie wirklich möchten und brauchen, wenn ihnen ein neues Produkt vorgestellt wird. Kaum ein Nutzer sagt direkt, was er gerne möchte. Das macht es so schwer das Produkt zu validieren. Oft wird ein Produkt auf den Markt gebracht und nach Jahren stellt man fest, dass die potentiellen Kunden das Produkt von dem man eigentlich dachte, es wäre der absolute Renner, überhaupt nicht brauchen. Verschwendete Zeit und verschwendetes Geld. Daher ist es wichtig, dass man die Idee vorher auch wirklich am Markt testet und sich wirkliches Feedback der potentiellen Zielgruppe einholt. 

Vielleicht ist dir der Begriff MVP schon einmal begegnet. Ein MVP ist ein Minimum Viable Product. Grob gesagt ist es eine minimal überlebensfähige Version deines Produktes, das du benutzt, um den Nutzen und den Wert deiner Idee in Iterationen zu testen. Ein MVP ist keine perfekte Version eines Produktes. Ein Flyer oder eine Landingpage, gar eine Zeichnung einer App, kann ein MVP sein. Testen könntest du es zum Beispiel mit einem Usability Testessen. Mehr dazu erfährst du hier. Schauen wir uns Uber einmal näher an. Uber hat das einzige, aber allgegenwärtige Problem, das Rufen eines Taxis identifiziert und mit seiner ersten Version, UberCab, angesprochen. Wer ein Taxi braucht, braucht es schnell und günstig. User konnten dann mit Hilfe der App mit Taxifahrern kommunizieren und sie für die Fahrt bezahlen. Dadurch, dass Uber lediglich ein einziges Problem im MVP adressierte, wurde das MVP von Anfang an stark akzeptiert. Durch das einfache Konzept, konnte Uber schnell in den Markt eintreten und echtes Feedback der User bekommen. Mit der Zeit und den gesammelten Daten konnte Uber den Service ausbauen und anpassen. Basierend auf der Validierung von Daten konnten neue Features hinzugefügt und festgestellt werden, welche Features wirklichen Nutzen für die User bringen. Mittlerweile bietet Uber Dienste wie Live-Tracking und automatische Kartenzahlung an. 

Was sich auf den ersten Moment einfach anhört ist harte Arbeit. Nicht jedes MVP kommt bei potentiellen Nutzern auch wirklich an. Es kann durchaus vorkommen, dann es sehr lange dauert, bis man auf dem richtigen Weg ist. Bis dahin kommt man in viele Sackgassen und muss immer wieder die Richtung ändern. Allmählich und durch viele Iterationen nähert man sich einem Produkt oder Service an, welches wirklichen Nutzen schafft. Ein Produkt oder Service, der gewollt und gebraucht wird. 

 

04.05.2020

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